15. September 2009

Tomatenmarmelade

Bei meine Veredelungsversuchen habe ich versehentlich eine Sungold F1 veredelt. Eigentlich wollte ich die Sungella auf einen Kopfsteckling der Vigomax Unterlage veredeln, aber ich habe vor ein paar Jahren beim Saatguttausch Sungold und Sungella in die falschen Tütchen zurückgefüllt. Und seitdem verwechsele ich die jedes Jahr. In diesem Jahr hatte ich natürlich vergessen, dass ich im letzten Jahr die Sorten in die richtigen Tütchen gepackt hatte und habe vorsichtshalber wieder getauscht ... mit dem Ergebnis, dass wieder alles falsch war. Im nächsten Jahr weiß ich es aber ganz sicher :-)
Also, ich habe eine heißgeliebte Sungold verschnibbelt, für ein Experiment mit einem Kopfsteckling mißbraucht und den kläglichen Rest der Pflanze lieblos am Rand des Hügelbeets gesetzt.
Allerdings hat sie es mir nicht übel genommen, sondern profitiert ausgesprochen gut von der Unterlage. In diesem Bild ist eine Ernte von über einem Kilogramm (nach Abzug der Schüssel) zu sehen. Das war natürlich nicht die einzige Ernte und auch jetzt hängt die Pflanze wieder ziemlich voll. Ich habe natürlich noch nie gewogen, aber ich glaube kaum, dass ich von einer meiner anderen Cherrytomaten in der ganzen Saison über ein Kilo ernten konnte.

Also, das Experiment ist voll geglückt und im nächsten Jahr werde ich wieder eine Sungold veredeln.
Für die Verarbeitung meiner Sungold Ernte habe ich mir was neues einfallen lassen: ich habe Tomatenmarmelade daraus gekocht.

Das Rezept ist recht einfach - die Tomaten werden gekocht, durchpassiert, der Saft wird mit Gelierzucker vermischt (in meinem Fall 1 Pfund 1:2 Gelierzucker), den Saft einer Zitrone hinzugeben und 4 Minuten sprudelnd kochen, danach heiß in saubere Gläser abfüllen und diese verschließen.
Ich bin selbst schon gespannt darauf, wie die Marmelade schmeckt und überlege schon, wen ich damit überraschen kann.

13. September 2009

Paul Robeson (Stabtomate)

Diese Paul Robeson habe ich zwar im letzten Jahr angebaut, aber noch nicht dokumentiert und in der Sortenliste abgelegt. Aber jetzt paßt das wohl ganz gut.
Diese ovale Paul Robeson ist die am weitesten verbreitete Tomate dieses Namens, so wie man sie z.B. beim privaten Samenarchiv von Gerhard Bohl beziehen kann.

Die Paul Robsen ist eine rot-braune Stabtomate, die von oben her dunkelgrün geflammt ist. bei mir erreichte sie ein Gewicht von durchschnittlich. 100 Gramm, es waren auch Exemplare mit 120 Gramm dabei. Damit war sie etwas schwerer als die Black Ethiopian, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht, aber 2008 bei mir nur ein Gewicht von ca. 60 Gramm erreicht hat.

Die Paul Robeson (Stabtomate) ist zweikammrig und schmeckt sehr aromatisch, durchaus empfehlenswert.

3. September 2009

Paul Robeson (Fleischtomate)

Im letzten Jahr hatte ich eine Paul Robeson - Tomate, wie sie z.B. im Gartentagebuch von Helmut Pummer oder auch im Sorten Handbuch des Privaten Samenarchivs von Herrn Gerhard Bohl beschrieben ist. Eine ovale, braunrote Stabtomate mit 2 Fruchtkammern. Sie ähnelt sehr der Black Ethiopian, die ich auch schon mehrmals angebaut habe. Einen Vergleich der beiden Sorten habe ich im letzten Jahr ebenfalls hier schon mal versucht.
Bei meiner Recherche zu dieser Sorte bin ich auf dieses Video von Gary Ibsen von Tomatofest.com gestoßen.

Er hält eindeutig eine flache, dunkle Fleischtomate in die Kamera, schwärmt von ihr und erwähnt, dass diese Tomate mehrmals bei der Verkostung beim Tomatofest, einer Veranstaltung mit mehr als 3000 Besuchern, Platz eins erreicht hat. Also diese Paul Robeson ist eindeutig eine andere, als die ovale, die ich im Anbau hatte. Meine Freude war riesig, als mir Henry von Tomatl.net einige Körnchen der amerikanischen Paul Robeson angeboten hat.

Diese Paul Robeson ist eine dunkelrote Fleischtomate mit einem Durchmesser von 8-9 cm, eher flach und einem Gewicht von 150 - 350 Gramm, vorwiegend etwa 250 Gramm

Innen ist die Paul Robeson (Fleischtomate) intensiv rot geflammt (was leider im Bild nicht so recht rauskommt). Ich kann Gary Ibsen und den Besuchern des Carmel Tomatofests absolut zustimmen - diese Tomate ist super, absolut mein Geschmack, der Ertrag ist auch sehr gut und zusammen mit der Schlesischen Himbeere und der Oaxacan Juwel auch recht früh reif. Eindeutig empfehlenswert.

2. September 2009

Copia Green

Nachdem ich es noch immer nicht geschafft habe, alle Sorten aus 2008 in meine Sortenliste einzutragen, muß ich aufpassen, dass mir das in diesem Jahr nicht auch passiert.
Fangen wir doch mal mit der Grünen Copia an.

Eine schöne, gestreifte Tomate mit einem Durchmesser von 8-10 cm, eher flach und einem Gewicht von 300 - 350 Gramm.

Die reife Copia - Green bleibt recht dunkel, lediglich die Streifen verfärben sich gelb und von der Spitze her leicht rosa. Doch die wahre Schönheit der Copia Green zeigt sich erst, wenn man sie aufschneidet.

Innen ist sie herrlich rosa marmoriert. Eine tolle Sorte, denn auch der Geschmack ist wirklich gut.

2. August 2009

Der Rest ...

... mit Ausnahme der Fleischtomaten und der Sorte Besser ist in diesem Bild zu sehen. Die Besser steht wohl an einem ungünstigen Platz, wird von einem Ameisennest zu ihren Füßen und Schnecken gestört und am Wachstum gehindert.

In der Mitte drohnt die Suso F1, zu der habe ich mir noch kein abschließenden Urteil gebildet. Bei der weist die spät ausgepflanzte, unveredelte Pflanze den höchsten Ertrag aus. Allerdings sind mir mind. 3 Früchte einer äußerst komptakten Fruchttraube gefault.
Oben, die kleinen rosa farbenen Früchtchen sind von der Gartenperle, die ich immer in eine Hängeampel anpflanze. Geschmacklich wenig spektakulär, aber sehr zuverlässig und bietet einen schönen farblichen Kontrast zu meiner gelben Ampeltomate.
Daneben, bei 2 Uhr sind 4 Supersweet 100 F1 zu sehen. Neben der Sungold F1 meine absolute Lieblings Cherry Tomate. Sie hat auch eine gewisse Säure, die mir sehr gut gefällt.
Darunter die dunkle Sorte ist die Black Cherry, immer sehr hoch gelobt und auch wirklich nicht schlecht. In diesem Jahr (und ich glaube auch in den letzten Jahren) hat die Pflanze sehr fleckiges Laub, was mich sehr an Braun & Krautfäule erinnert. Da die Pflanze aber überdacht steht und nie Wasser auf die Blätter bekam, habe ich es riskiert sie weiter zu behalten. Es zeigen sich auch keine faulen Früchte oder schwarze Stellen am Stamm. Das könnte eine sortentypische Neigung zu Nekrosen am Laub sein. Das muß man mal weiter beobachten.
Darunter sieht man Green Grapes und White Currant, dann folgen Früchte der Yellow Pearshaped. Die zugehörige Pflanze steht im Freiland, ist unheimlich stark gewachsen, doch leider von Braunfäule befallen. Da sie mir nicht so besonders schmeckt, werde ich sie in den nächsten Tagen roden.
Die gelben Früchte mit der kleinen Spitze sind Ildi Früchte. Die Pflanze beeindruckt wieder einmal mit den riesigen, fächerförmigen Fruchtständen. Praktisch ist, dass sie nicht so hoch wird und auch in einem kleineren Kübel ganz gut zurecht kommt.
Oberhalb der Blüte sieht man ein paar Pendulina Früchte, meine gelbe Ampeltomate, die einen festen Platz im Anbauprogramm hat.
Die restlichen roten Früchte sind Balkonzauber, geschmacklich sind die eher durchschnittlich, aber die Früchte haben eine ganz beachtliche Größe für diese kleinen Pflanzen.

1. August 2009

Orange ...

... ist meine Lieblingsfarbe bei Tomaten, daher habe ich fünf verschiedene Sorten angebaut.

Die länglichen, oben im Bild sind die Orangenen Flaschen, seit ein paar Jahren bei meinen Lieblingen dabei. Eine dickwandige, fruchtige Sorte. In diesem Jahr haben einige Exemplare einen unangenehmen Grünkragen.
Rechts daneben, bei 2 Uhr findet man die Sungold F1, das ist ohne Zweifel eine der besten Cherrytomaten, nicht nur meiner Meinung nach, sondern von vielen Tomatenkennern als solche bewertet. Sie hat ebenfalls einen schönen fruchtigen Geschmack. In diesem Jahr habe ich eine Pflanze veredelt und im Foliengewächshaus gepflanzt. Leider macht mir an dieser Pflanze die Braun- und Krautfäule sehr zu schaffen.
Weiter im Uhrzeigersinn, bei 5 Uhr findet man die Sungella, eine Kreuzung eben jener Sungold F1 und der Sorte Tangella. Das ist eine sehr zuverlässige Pflanze, die bei mir trotz Kübelhaltung einen enormen Fruchtansatz hat. Sie ist nicht so intensiv gefärbt, wie z.B. Sungold F1 oder Andrewia, eher gelblich. Geschmacklich kann sie nicht mit der Sungold F1 mithalten.
Unten im Bild ist die Sungold Select II abgebildet. Ich wollte in diesem Jahr Sungold F1 Abkömmlinge wie die Sungella und Sungold Select II vergleichen. Die Sungold Select II hatte ich bereits vor drei Jahren und fand sie nicht so toll. Optisch, von der Farbe her kann sie durchaus mit der Sungold F1 mithalten, aber geschmacklich finde ich sie wieder enttäuschend. Die werde ich in Zukunft wirklich nicht mehr anbauen.
An der linken Seite sind Andrewia Früchte zu sehen. Sie schmeckt etwas säuerlicher als z.B. die Orange Flasche und ist sehr schön durchgefärbt, dunkeler als z.B. die Sungella. In diesem Jahr habe ich drei Pflanzen dieser Sorte, eine davon auf die Unterlage Vigomax veredelt. Diese veredelte Pflanze ist deutlich größer als die beiden unveredelten, trägt wesentlich mehr Früchte die auch im Schnitt größer sind.

31. Juli 2009

Zucchini vermehren - ich glaube jetzt habe ich es kapiert

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich sehr von meiner weißen Zucchini schwärme, die ich vor ca. 4 Jahren bei einem Saatguttausch erhalten habe. Es handelt sich um diese länglichen, die in der Mitte dieses Bildes aus 2007 zu sehen sind

Nachdem ich Leni, von der ich das Saatgut erhalten habe, bereits einmal um Nachschlag angebettelt habe, habe ich ebenfalls 2007 versucht diese Sorte durch Handbestäubung zu vermehren, den Bericht und die Bilder findet man hier. Leider haben meine handbestäubten Pflanzen nicht angsesetzt, so dass ich gegen Ende der Saison einfach eine Frucht, die ich einige Zeit übersehen habe ausreifen lies. Vielleicht hätte es sich ja zufällig ergeben, dass die Blüte mit Pollen der eigenen Sorte bestäubt wurde.
2008 habe ich die so gewonnenen Kerne ausgesät, aber das Resultat war leider ein etwas hellerer Tondo Chiaro di Nizza - die runde, grüne Zucchini links im Bild.
Für 2009 mußte ich nun die zwei letzten Orignalkerne säen. Die gute Nachricht: beide sind gekeimt - die schlechte: nur eine davon ist weiss, die andere grün und länglich.
Nachdem ich bereits drei gescheiterte Versuche in diesem Jahr hinter mir habe (zweimal hat es nicht geklappt, beim dritten mal hat sich eine dicke Hummel vorgedrängelt, als ich die Blüte morgens aufgebunden hatte, und ich wollte mich nicht mit ihr anlegen), habe ich mir mal die Mühe gemacht und im Handbuch Samengärtnerei nachgelesen.
Der Trick ist eigentlich ganz einfach - da hätte ich auch selbst drauf kommen können: man muß am Vorabend nicht nur die weibliche Blüte zubinden oder mit einer Wäscheklammer verschließen, sondern auch am besten mehrere männliche. Ich habe inzwischen zwei weitere Blüten bestäubt, und erstmals in den männlichen Blüten auch Blütenstaub gefunden. Da waren bisher die Insekten deutlich früher als ich aufgestanden.
Allerdings wird im Handbuch Samengärtnerei darauf hingewiesen, dass man am besten mit einer männlichen Blüte einer anderen Pflanze bestäuben soll um Inzucht-Erscheinungen zu vermeiden. Aus diesen Zitat: "Selbstungen" entstünde meist steriles oder schlecht entwickeltes Saatgut.
Na, da will ich mal hoffen, dass es jetzt wirklich geklappt hat und dass nicht alle Kerne steril sind. Allerdings kann ich den Tipp um optimales Zucchini Saatgut zu erhalten, nämlich 6 - 12 gesunde Pflanzen anzubauen auch im nächsten Jahr nicht beherzigen. Nicht nur, weil ich keinen Platz für 12 Pflanzen habe - das gäbe eindeutig Ärger mit der Familie.

28. Juli 2009

Die ersten Fleischtomaten sind reif

Inzwischen läuft die Ernte an und sogar die ersten Fleischtomaten sind inzwischen reif. Bei allen abgebildeten Früchten handelt es sich um sogenannte Bunkerfrüchte, die sich aus den ersten, mehrteiligen Blüten bilden. Diese Blüten werden in Analogie zu der Bezeichnung dieser ersten Blüten bei Paprikas oft Königsblüte genannt.
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Die frühesten Sorten sind die Schlesische Himbeere, Oaxacan Juwel und Paul Robeson. Bei der Paul Robeson handelt es sich nicht um die Sorte, die ich im letzten Jahr angebaut habe und die der Black Ethiopian ähnelt. Im letzten Jahr habe ich diese beiden Sorten verglichen und im Gartentagebuch von Helmut Pummer beschrieben.
In diesem Jahr handelt es sich um die amerikanische Variante von tomatofest, von der mir Henry von tomatl.net liebenswürdigerweise Originalsaatgut geschickt hat. Hierbei handelt es sich eindeutig um eine andere Sorte, eindeutig Fleischtomaten. Leider ist noch keine typische Frucht reif, aber die grünen Früchte im aktuellen Bannerbild sind auch die amerikanischen Paul Robeson. Ich bin schon sehr auf den Geschmack gespannt und hoffe, dass die Braunfäule im Foliengewächshaus durch das aktuell etwas wärmere Wetter etwas aufgehalten wird, damit ich noch weitere Früchte ernten kann.

19. Juli 2009

Sensationelle Freiländer

Allerorten hört man davon, dass die Tomatenpflanzen, die unüberdacht im Freiland stehen von Kraut- und Braunfäule befallen werden und gerodet werden müssen. Natürlich inspiziere ich meine Freiländer ebenfalls ganz genau. Aber was soll ich sagen, erstaunlicherweise sind die Freilandpflanzen die gesündesten Tomaten, die ich habe. Die Orange Flasche links im Bild kratzt derzeit an der 2 Meter Marke. Der Zollstock ist in diesem Bild auf 2 Meter ausgeklappt. Die gelbe Wäschklammer markiert die Höhe der Pflanze.

Erntereif ist allerdings noch keine Freilandfrucht. daher werde ich die Pflanzen vorsorglich in der nächsten Woche mit einem Pilzmittel behandeln.
Viel mehr Sorgen machen mir die Pflanzen im dem kleine Foliengewächshaus, das man im Hintergrund sieht. Dort ist die Braun & Krautfäule inzwischen definitiv angekommen. Ich habe einige Blätter der Sungold F1 entfernt. des weiteren habe ich an allen Pflanzen die unteren Blätter entfernt um für eine bessere Durchlüftung zu sorgen. Die Fleischtomaten sind auch noch weit von der Reife entfernt, daher kann ich sie auch noch mit einem Pilzmittel einsprühen. Allerdings hätte die Sungold F1 es am nötigsten. Das Gewächshaus habe ich jetzt im zweiten Jahr, im letzten waren die Tomaten auch nur eine Woche länger gesund, als ihre Freilandkollegen. Da bin ich schon ziemlich enttäuscht, ich halte es für nicht sonderlich gut geeignet für Tomaten.
Die Kübelpflanzen sehen ebenfalls nicht so gut aus, die Blätter weisen auch einige braune Flecken auf. Jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich hierbei noch nicht um Braun & Krautfäule handelt. Diese Pflanzen stehen auch überdacht und sind dem Regen nicht direkt ausgesetzt.
Es ist schon eine ziemlich seltsames Tomatensaison. Hoffentlich halten sich die Pflanzen noch, damit ich noch etwas ernten kann.

15. Juli 2009

Wieder mal Besuch von einer Holzbiene

Zur Abwechslung mal wieder etwas tierisches: heute gab es mal wieder Besuch von Holzbienen, es waren nämlich zwei, die an meiner Wicke genascht haben. Ich habe sie allerdings nicht gemeinsam auf ein Bild gekriegt. Allerdings konnte ich ein Exemplar zusammen mit einer Wespe fotografieren. Dadurch wird der Größenunterschied erst richtig deutlich.

2007 habe ich mich schon mal an einem Größenvergleich mit Acker- und Erdhummeln versucht und eine Collage gebaut. Aber so finde ich den Vergleich sehr viel anschaulicher.

14. Juli 2009

Reichlich Blüten - keine Früchte

Ich habe es schon im Zusammenhang mit den "Frühsten Früchtchen" erwähnt, aber auch andere Tomatenliebhaber, wie z.B. Henry von Tomatl.net haben berichtet, dass sie in diesem Jahr eine große Anzahl von Blüten unbefruchtet blieb. Ich habe mal ein paar Bilder dazu aufgenommen:

Hier blieb ein kompletter Blütenstand einer früh ausgepflanzten Andrewia unbefruchtet.
Im nächsten Bild kann man erkennen, dass bei dieser Pendulina auch gerade mal eine Blüte von zwei Blütenständen eine Frucht angesetzt hat.

Bei mir scheint es vorwiegend die früh ausgesetzten Pflanzen betroffen zu haben, die ungeschützt stehen. Bei einigen Pflanzen im Gewächshäuschen kann ich das auch beobachten. Lediglich die Kübelpflanzen, die überdacht stehen, sind überhaupt nicht betroffen.
Ich tippe mal auf eine Kombination von Kälte und Nässe als Ursache.
Aber vielerorts bereiten die andauernden Regenfälle noch viel schlimmere Probleme, bei vielen Tomatenfreunden greift bereits die Braun- und Krautfäule um sich. Unser Wetter ist auch eine Katastrophe, aber bisher kann ich noch keinen Befall meiner Tomaten feststellen. Lediglich ein stärkerer Hagelschauer vor ein paar Wochen hat stellenweise das Laub zerfetzt, aber sonst ist (noch) alles OK.

5. Juli 2009

Vergleich der Orange Flaschentomaten

Vor zwei Wochen habe ich die veredelte und die beiden unveredelten Andrewia Pflanzen vorgestellt. Die Andrewia ist die Sorte, die am besten von der Veredelungsunterlage profitiert. Ein ganz anderer Fall ist die Orangene Flasche, hier kann ich beobachten, dass die veredelte Pflanze die kleinste der drei ist. Die größte ist die spät ausgepflanzte Pflanze, also ganz anders als erwartet. Leider ist das wieder kaum im Bild festzuhalten, aber ich habe die Höhe mit einem farbigen Balken markiert und einen auf 1,60 m ausgeklappten Zollstock daneben gestellt.

Die größte, spät ausgepflanzte OF steht in einer anderen Reihe und ist nicht überdacht. die veredelte OF steht am Rand des Beets und wird von Kräutern, wie Estragon und Muskateller Salbei überwuchert.
Es ist schwierig im kleinen Privatgarten 9 Pflanzen die gleiche Bedinungen zu bieten, es kann natürlich sein, dass die große Pflanze einfach bessere Bedingungen hat, wie die kleine, da in diesem Fall und anders als bei der Andrewia, die drei nicht nebeneinander stehen.
Aber sicher kann ich wohl sagen, dass was die Wüchsigkeit angeht, eine Veredelungsunterlage nicht in allen Fällen eine Verbesserung bringt. Denn auch bei der Suso F1 ist die veredelte Pflanze nicht größer als die beiden anderen.
Aber abgerechnet wird am Ende der Saison :-)

29. Juni 2009

Das früheste Früchtchen ...

... ist in diesem, wie auch schon im letzten Jahr die Pendulina. Sogar das Datum ist das gleiche. Allerdings war im letzten Jahr die Gartenperle nur einen Tag später reif, da ist in diesem Jahr jedoch noch kein Farbhauch zu erkennen.

Diese abgebildeten Früchte sind aber untypisch, sehen fast schon wie kleine Fleischtomaten aus. Das waren wohl mehrteilige Blüten, die gelbe Frucht im Hintergrund hat die typische Form.
Oberhalb der reifen Frucht, kann man einige unbefruchte Blüten erkennen. Im aktuellen Bannerbild sieht man, wie reichlich meine beiden Hängeampeln geblüht haben. Dann muß es aber ein Ereignis gegeben haben, was die Befruchtung der Blüten verhindert hat, denn ganze Rispen blieben ohne Fruchtansatz. Leider kann ich nicht mehr rekonstruieren, was es war. Anhaltende Regenfälle? Kälte? Die beiden Ampeln waren schon sehr früh ungeschützt draussen, und auch bei meinen Mitte April ins Freiland ausgepflanzten Stabtomaten mußte ich das beobachten, die Hängeampeln waren jedoch stärker betroffen.

18. Juni 2009

Nächster Vergleich der veredelten...

... und nicht veredelten Pflanzen. Ich konnte feststellen, dass die Sorten unterschiedlich stark von der Veredelungsunterlage profitieren. Von den Sorten Andrewia, Orange Flasche und Suso habe ich zwei unveredelte Pflanzen, eine davon bereits im April, die andere im Mai ins Freiland gepflanzt.
Alle drei Pflanzen der Orange Flasche sind mit 90 cm in etwa gleich hoch. Den größten Unterschied kann man bei der Andrewia feststellen, leider ist er sehr schwer im Bild festzuhalten. Die Pflanze im Hintergrund ist die Frühe Andrewia, die ist ca. 80 cm hoch, die Pflanze deren Spitze ich mit der gelben Wäscheklammer markiert habe ist die unveredelte, im Mai ausgepflanzte Andrewia mit 70 cm. Im Vordergrund rechts, mit der roten Wäscheklammer sieht man die veredelte Pflanze, die etwa 90 cm hoch ist.

Bei der dritten Sorte, der Suso ist ebenfalls ein Unterschied im Wachstum fest zu stellen, er ist aber nicht so ausgeprägt wie bei der Andrewia.

25. Mai 2009

Ausgeizen

Damit Tomaten nicht zu arg verzweigen, geizt man sie aus, das heißt man entfernt die Seitentriebe in den Blattachseln der Pflanze. Durch diese Pflegemaßnahme erreicht man zum einen übersichtlichen Wuchs, der die Durchlüftung der Pflanze verbessert. Das Ausgeizen wird auch empfohlen, um den Ertrag zu steigern, denn die Pflanze investiert ihre Kraft nicht in zusätzliche Verästelungen.
Im ersten Bild erkennt man einen Geiztrieb, der entfernt werden sollte.

Man greift diese Verästelung mit Daumen und Zeigefinger, möglichst nahe am Haupttrieb, drückt leicht zu und entfernt ihn vorsichtig mit einer drehenden Bewegung. Dabei sollte man darauf achten, dass die Wunde nicht zu groß ist. Daher lieber häufiger entgeizen, dann sind die Geiztriebe noch weich, lassen sich einfach entfernen und die Verletzung der Pflanze ist nicht so groß, wie bei einem älteren Seitentrieb.
Es wird allgemein davon abgeraten, die Seitentriebe mit einem Messer auszuschneiden, da man damit möglicherweise Erkrankungen von Pflanze zu Pflanze weiterträgt.
Wenn man noch Platz für weitere Pflanzen hat, kann man die Geiztriebe auch zur vegetativen Vermehrung nutzen, indem man sie im Wasserglas bewurzeln läßt und nachdem ausreichend Wurzeln gebildet wurden einpflanzt.
Und so sieht dann das Ergebnis aus:

Busch-, Wild- und Johannisbeertomaten werden nicht ausgegeizt.
Eine schöne bebilderte Anleitung hat Steve Schwartz vom kraizschouschteschgaart zusammengestellt. Eine weitere, ausfühliche Beschreibung findet man bei der Gartengemeinschaft.de

Leider ist es oftmals nicht so ganz eindeutig, was der Haupt- und was der Seitentrieb ist. 2006 hatte ich diese Shimmeig Craig, mit drei fast gleichstarken Trieben

In diesem Jahr macht mir die Paul Robeson Schwierigkeiten, das nächste Bild ist von oben aufgenommen. Die Pflanze hat sich nach der Ausbildung des ersten Blütenstandes in vier Triebe verzweigt. Das habe ich heute erst entdeckt und mich noch nicht entschieden, welcher Trieb stehen bleiben darf.

24. Mai 2009

Einige Neuzugänge...

... komplettieren seit dieser Woche das Feld.

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich einige Tomatenverrückte in meinem Bekanntenkreis habe, da kann man im Sommer gemeinsam Tomaten verkosten, im Winter oder kurz vor der Aussaat Samen und auch überzählige Pflänzchen tauschen. Diese Tauschgeschäfte sind nun endgültig abgeschlossen. Meine Bilanz ist wieder mal denkbar ungünstig: zwei Tomatenpflanzen los geworden - vier neue erhalten.
Bei meiner "Tomatenfreundin" Karin durfte ich mir aus den überzähligen Pflanzen drei aussuchen und ich habe mich für Orange Russian 117, Hillbilly und Nonna Antonia entschieden.
Die Orange Russian hatte ich selbst im letzten Jahr, hatte aber auf eine Anzucht zugunsten des Weißen Ochsenherzes verzichtet. Da das weiße Ochsenherz nicht keimte, konnte ich der Orange Russian nicht widerstehen.
Die Hillbilly entspricht ebenfalls meinem bewährten Beuteschema: gelb - rot marmorierte Fleischtomate.
Die Nonna Antonia ist eine rote Fleischtomate aus Italien, die in der Familie von "Gartenbär" Jörg weitergegeben wurde und nach der Oma Antonia benannt wurde. Mal gespannt, ob sich diese schöne Italienerin in meinem Garten wohl fühlen wird.
Die weiteste Reise zu mir, quer durch die Republik und das auch noch mit dem Zug, ist eine Yellow Pearshaped, die aus dem Erzgebirge zu mir gefunden hat.

Zu den Tomaten gesellen sich noch zwei Chili Sorten: eine gelbe Habanero und eine Aji ... (Name vergessen - ich muss nochmals nachfragen)

Alle Pflänzchen sind inzwischen eingepflanzt und ich hoffe, dass sie den Vorsprung, den meine restlichen Tomaten bereits haben bald aufgeholt haben.

23. Mai 2009

Alles an Ort und Stelle...

... naja, fast alles :-) Aber im großen und ganzen sind alle Pflanzen in Hängeampeln, Kübeln, Freiland, am Spalier und im Folienzelt untergebracht.

Im Gewächshaus sind wieder acht Tomatenpflanzen untergebracht. An den Seitenwänden habe ich in diesem Jahr ein Ranknetz für Gurken angebracht. Im Bild ist das kaum zu sehen, an der rechten Seite ist es eher zu erahnen. Direkt an der Zeltwand habe ich jeweils 4 Gurkenpflanzen (Sikkim und Ei des Drachens) gepflanzt. Des weiteren sind noch Chili und Paprikapflanzen untergebracht.
An der linken Seite sind von vorne nach hinten Paul Robeson, Costoluto Genovese, Copia, Schlesische Himbeere und auf der rechten Seite Mandarin, veredelte Sungella, Mandarin und Oaxacan Juwel zu sehen.

17. Mai 2009

Die nächste blühende Pflanze

... ist die Suso F1.

Von dieser Sorte habe ich drei Pflanzen: eine am 12. April und zwei am 9. Mai ins Freiland gepflanzte. Die Frühe und die veredelte Pflanze stehen geschützt unter dem kleinen Folientunnel, die Späte steht komplett ungeschützt im Freiland.
Und als erste blüht die späte, ungeschützte Suso, dicht gefolgt von der frühen und als letztes folgte die veredelte Pflanze. Damit habe ich eigentlich nicht gerechnet - ich bin davon ausgegangen, das die etwas verhätschelteren Pflänzchen doch einen Vorteil durch den Folientunnel haben. Das ist jedoch zur Zeit nicht zu erkennen. Diese Pflanzen brauchte 11 Wochen von der Aussaat bis zur Blüte, also nur wenig länger als die Gartenperle und Pendulina.

Als nächstes öffnete die Sungold Select II eine Blüte. Diese Sorte habe ich am 14.3., also zwei Wochen später als die Suso gesät. Damit ist sie mit 9 Wochen von der Aussaat bis zur Blüte die Rekordhalterin.

Sonst habe ich inzwischen alle Pflanzen, die ich für mich behalten werde an ihren endgültigen Platz versetzt. Bilder und Berichte folgen.

8. Mai 2009

Blick ins Gewächshaus

Hier sieht man meine Jungpflanzen auf einem Blick

Ganz hinten sind die Pflanzen der zweite Aussaatpartie vom 1.3., in der blauen Obstkiste befinden sich Pflanzen der letzten Aussaat vom 14.3. und im Vordergrund sieht man zwei Balkonzauberpflanzen (15.2.), die ich aus der Hängeampel genommen und einzeln eingetopft habe. Ich denke an diesem Wochenende wird alles an seinen endgültigen Platz gesetzt.

Bereits am 12.4. habe ich im Rahmen meines Experimentes "Frühes Auspflanzen" drei Pflanzen ins Freiland gesetzt. Zuerst waren sie ganz ungeschützt, aber dann habe ich einen kleinen Folientunnel über die drei Pflänzchen aufgebaut.

Eigentlich hat der Bausatz 6 Bögen und reicht für 3 Meter. Allerdings habe ich die Folie in der Mitte durchgeschnitten, weil ich der Meinung war, das reicht für die drei Pflänzchen. Inzwischen ärgert es mich, denn sonst könnte ich die restlichen Pflanzen, die für dieses Beet vorgesehen sind auch erst mal noch damit schützen. Dumm gelaufen ... vielleicht klebe ich die restliche Lochfolie nochmals dran, wenn ich am Wochenende die anderen Tomaten auspflanze.

3. Mai 2009

Die erste Blüte des Jahres ...

... öffnete sich an der Pendulina. Wie in den vergangenen Jahren auch liefern sich die Sorten Pendulina und Gartenperle ein hartes Kopf an Kopf Rennen, wenn es um die erste Blüte des Jahres geht. In diesem Jahr ging der Titel an die Pendulina, jedoch nur um einen Tag gefolgt von der Gartenperle. Aussaat war am 15.2. , also dauerte es ca. 10 Wochen von der Aussaat bis zur Blüte.

Als neue Sorte für die Hängekübel hatte ich die Balkonzauber vorgesehen. Aber da habe ich mich total verschätzt. Auf Grund des Bildes auf der Packung und auch des Namens bin ich davon ausgegangen, dass diese Sorte klein bleibt und auch schön verzweigt. Aber die drei Pflanzen, die ich in einem Kübel gesetzt habe, wachsen unverzweigt und bilden kräftige Stängel, die gerade nach oben wachsen. Die Balkonzauber sind in etwa 30 cm groß und scheinen mir wenig für Hängeampeln geeignet.

Ich habe die drei Pflanzen aus der Hängeampel entfernt und einzeln eingetopft.

25. April 2009

Vergleich Suso: Freiland / Veredelt / Normal

Im März hatte ich berichtet, dass ich nach der Lektüre des Berichts der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau auf die Idee gebracht wurde, ebenfalls die frühzeitige Auspflanzung von Tomaten im April zu versuchen. Ab Seite 38 ist der Bereicht "'Bolzano' im überdachten Freiland durch Frühpflanzung 1 kg Mehrertrag pro Pflanze" nachzulesen, auf dem meine Idee basiert. Genau folge ich den Ansätzen nicht, denn im Versuch wurden die Pflanzen, die früh ausgepflanzt wurden auch entsprechend früher gesät als die zweite Pflanzung. Ich wollte allerdings nicht die überzähligen Pflanzen der ersten Aussaat wegwerfen um dann ein paar Wochen später nochmals neue auszusäen. Also meine Pflanzen sind exakt gleich alt.
Am 12.4. habe ich je eine Pflanze Andrewia, Orange Flasche und Suso F1 im Freiland ungeschützt aufgepflanzt. Bisher habe ich auch noch kein Vlies zum Schutz vor Kälte (bis ca. 3°C) verwendet. Die Pflanzen sind gesund und munter und diese Suso hat sogar schon Blütenansätze. Die Orange Flasche und die Andrewia sind noch nicht so weit.

Im nächsten Bild sieht man links die "normale" und rechts die veredelte Suso. Die Größe kann man schlecht zum Vergleich heranziehen, das Töpfchen der veredelte Pflanze steht wesentlich tiefer und ist nur halb gefüllt.. Die Normale wurde aber tief eingepflanzt - der Vergleich ist also nicht ganz so einfach.

Um überhaupt ein Kriterium zu haben, habe ich die Blätter gezählt: alle drei Pflanzen haben die gleiche Anzahl Blätter und auch bei diesen beiden Pflanzen sind die Blütenansätze bereits zu erkennen.
Die Veredelte hat den Streß des Zusammenwachsens und die Woche Schatten gut verkraftet und den Nachteil wieder aufgeholt. Die Freilandpflanze ist möglicherweise nicht so hoch (wurde aber auch tief eingepflanzt) aber ich würde sagen, dass sie bisher auch noch sehr gut im Vergleich da steht. Bisher sind alle Suso Pflanzen in etwa gleich weit entwickelt.

18. April 2009

Veredelung mit Silikon-Clip

Meine ersten Veredelungsversuche habe ich vor 2 Wochen vorgenommen. Dabei habe ich die abgeschnittenen Kopfstecklinge der Unterlage Vigomax F1 in ein Wasserglas zur Bewurzelung gestellt. Nach ca. einer Woche hatten sie ausreichend Wurzeln gebildet, so dass ich sie eintopfen konnte. Heute sehen die Stecklinge so aus:

Also, die sind bereit als Unterlagen für die nächsten Veredelungsversuche zur Verfügung zu stehen. Die Pflanze vorne rechts hatte das Töpfchen schon vollständig durchwurzelt, ich konnte sie leicht aus dem 10'er Tray rausheben und in ein etwas größeren Töpfchen eintopfen. Eine andere Vigomax konnte ich zwar auch gut rauslösen und umtopfen, doch durch das tiefe Einpflanzen blieb nur ein kurzer, dünner Stengel übrig. Der war mir zu klein zum Veredeln, die Pflanze lasse ich noch etwas wachsen. Die dritte Vigomax war wohl noch nicht so gut eingewurzelt und lies sich nicht aus dem 10'er Tray heben - die habe ich drin gelassen, soll noch etwas weiterwachsen.
Dieses Mal habe ich die Vigomax tiefer eingepflanzt, damit sie noch aus dem Stamm zusätzliche Wurzeln bilden kann. Das unterste Blatt wurde entfernt.
Die Edelsorten sind inzwischen knapp, nicht nur, dass eine Sorte nicht gekeimt und eine andere Pflanze durch meine Dummheit kaputt ging. Ich habe auch extrem sparsam ausgesät. Bei der ersten Partie habe ich eine Keimquote von 100 % erzielt, so dass ich von den anderen Sorten auch nur 2 Korn ausgesät habe. Damit kann ich eine für mich behalten und habe noch genügend Pflanzen um sie meinen Eltern abzugeben. Aber großen Spielraum für solche Experimente habe ich halt nicht mehr.
Als Edelsorte habe ich die Sungella gewählt, von der ich zwei Pflanzen habe. Ich habe das Unterteil dieses mal behalten. Vielleicht bildet sich ein Seitentrieb, so dass ich diese Pflanze weiter verwenden kann.
Dieses Mal habe ich einen Silikon Clip verwendet um die Unterlage und die Edelsorte zu verbinden.

Dieser Clip hält die beiden Stängel wie eine Klammer fest umschlossen. Die Sungella ist etwas dunkler als die Vigomax, man kann also schön erkennen, wo beide Pflanzenteile zusammenstoßen. Die Pflanze wurde wieder besprüht und kommt in ein Anzuchthäuschen auf der Fensterbank. Im Bild ist leider auch zu erkennen, dass ich bei der Aktion die Sungella beschädigt habe, ich hoffe, es ist nur ein Blatt abgebrochen und nicht die Triebspitze, das wäre schade.

11. April 2009

Tomaten - Eseleien

Stefan vom Gmias - Blog hat Ende März eine lustigen, aber höchst informativen Beitrag geschrieben, in dem er Anfängerfehler zusammengetragen hat.

Leider läßt sich eine solche Liste schier endlos fortsetzen. Mir ist in den letzten Wochen, bzw. Tagen folgendes passiert:
  • Leichte Anzuchtgefäße unbedingt windgeschützt aufstellen
    Für Aussaat habe ich ganz leichte Kunststoff-Eierverpackungen verwendet. Nachdem ich ein Teil der Pflänzchen pikiert hatte, habe ich den Behälter mit den restlichen Keimlingen einfach auf dem Gartentisch in der Sonne abgestellt. Kurz danach konnte ich die Reste von der Terasse auffegen. Erfreulicherweise ist nix abgebrochen und die Zuorodnung zu den Namensschildchen habe ich wohl auch noch hingekriegt, weil nur noch zwei Sorten übrig waren.
  • Aussaaterde nicht mehr zum Auffüllen nach dem Pikieren verwenden
    Wenn ich die Pflänzchen pikiere, verwende ich die übrig gebliebene Erde aus dem Behälter, in dem die Tomaten gekeimt sind, um die neuen Töpfchen aufzufüllen. Das Ergebnis sieht man hier:
    Neben der pikierten Andrewia wächst ein unbekannter Spätkeimer. Eine Andrewia kann es nicht sein, die sind zu 100 % gekeimt. Da die restliche Keimquote auch nicht schlecht war könnte es sich nur um folgende Sorten handeln: Oaxacan Juwel (würde sich bald klären - ist nämlich meine einzige kartoffelblättrige Sorte in diesem Jahr) oder Sungold F1. Oder sollte es sogar ein weißes Ochsenherz sein? Ist aber fast unmöglich. Auf jeden Fall wird die Unbekannte gepäppelt.
  • Pflänzchen nicht ins Foliengewächshaus stellen, wenn man nicht zuhause ist
    Damit habe ich mir am Donnerstag fast das Ergebnis meiner Arbeit der letzten Wochen ruiniert. Am Morgen war es noch kühl und bedeckt und ich habe die Pflanzen in das geschlossene Anzuchtgewächshäuschen gestellt und bin zur Arbeit. Der Tag wurde extrem sonnig und als ich zuhause jemanden erreicht habe, der das Gewächshäuschen öffnet, war es fast schon zu spät. Am Abend bot sich ein fürchterlicher Anblick und ich war fast am Heulen: alles hing schlaff und gekrümmt, teilweise flach auf der Erde. Mir war schon klar, dass sich die größeren Pflanzen wieder erholen, aber die Jüngsten habe ich gedanklich schon abgeschrieben. Aber erfreulicherweise sind Tomaten echt zäh und bis auf diese beiden Costoluto Genovese haben alle überlebt.

    Die linke ist wohl hin, die rechte kann es wohl noch packen. Aber das war wirklich knapp und eine riesen Dummheit.

10. April 2009

Veredelung: eine Woche danach...

... kann man wohl sagen, dass es geklappt hat. Die Pflanzen standen in einem Zimmergewächshäuschen, wurden regelmäßig besprüht um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzielen und schattig aufgestellt. Und so sieht es nach einer Woche aus:

Die Andrewia war mein erster Versuch. Der Schnitt verläuft ziemlich schräg, was auch so geplant war. Allerdings ist die Edelsorte leicht abgerutscht und sitzt nicht plan auf.

Die Orange Flasche kam als zweites dran. Der Schnitt ist eher waagerecht aber die Flächen sitzen plan auf und überlappen vollständig.

Als letztes kam die Suso F1 dran und da liegen die Flächen nicht gut aufeinander. Man kann sogar den Stift in der Mitte des Bildes erkennen.

Am besten ist die Veredelung bei der Orangen Flasche gelungen, aber ich bin mir sicher, dass die beiden anderen Pflanzen ebenfalls gut wachsen werden. Tomaten sind doch recht robust. Aber alles in allem ist das keine Sache für Grobmotoriker oder Leute mit einer Sehschwäche. Für die Veredelung habe ich auch meine Brille rausgekramt, die ich sonst nur bei Näharbeiten oder ähnlich fuzzeligen Gelegenheiten brauche. Dass der Stift bei der Suso rausschaut habe ich auch erst mit der Lupe entdeckt. Aber ich würde sagen: Experiment geglückt

5. April 2009

Drei Wochen nach der Aussaat ...

ist vom weißen Ochsenherz noch immer nichts zu sehen. Auch die Costoluto Genovese hat sich mit dem Keimen schwer getan. Nach zwei Wochen habe ich von beiden Sorten je zwei Korn nachgelegt und ein paar Tage später hatte ich zwei Keimlinge der Costoluto - vom weißen Ochsenherz immer noch keine Spur. Inzwischen habe ich alle verfügbaren Samenkörner dieser Sorte nachgelegt und hoffe, dass sich vielleicht doch noch eins erbarmt und keimen will. Wenn nicht, werde ich am nächsten Wochenende vielleicht doch noch die Orange Russian 117 aussäen. Wobei das dann doch recht spät wäre, die anderen Sorten haben schon einen gehörigen Vorsprung.
In diesem Bild sieht man rechts die erste Partie vom 15.2. und links die dritte vom 14.3. im Vergleich.

Die Pflanzen der ersten Aussaat sind inzwischen so ca. 10 cm hoch, die anderen abgebildeten Pflänzchen etwa 3 cm.
Das zweite Bild zeigt links die mittlere Partie vom 1.3. und rechts die letzte vom 14.3.

Die Pflanzen der mittleren Aussaat sind so ca. 6 cm hoch. Das ist die Partie, die ich zum einen für das Veredeln und zum anderen für die frühe Auspflanzung vorgesehen habe. Das wäre dann in ca. 2 Wochen soweit. Mir kommen die Pflänzchen dafür noch sehr klein vor, selbst wenn sie in 2 Wochen ca. 10 cm hoch werden kann ich es mir schlecht vorstellen, diese kleinen Zwerge schon ins Beet zu setzen. Naja, es ist ja im Dienste der Wissenschaft und ich habe ja noch jeweils eine Ersatzpflanze, wenn es nicht hinhauen sollte.

3. April 2009

Tomaten veredeln

Heute habe ich meinen ersten Versuch gestartet Tomaten zu veredeln. Ich verwende das Veredelungsset von Kiepenkerl, mit der Unterlage Vigomax F1 und feinen Keramikstiften zur Verbindung von Unterlage und Edelsorte. Jens von schoenetomaten.de hat die Methode sehr schön beschrieben und Schritt für Schritt bebildert.
Ich habe die Unterlage knapp über den Keimblättern schräg angeschnitten und den Keramikstift bis zur Mitte reingesteckt.


Die Edelsorten wurden ebenfalls leicht schräg angeschnitten und von oben auf den Stift geschoben.
Es wird empfohlen, dass die Edelsorte ca. 5 Tage nach der Unterlage ausgesät wird. Der Stängel der Edelsorte sollte zum Zeitpunkt der Veredelung dünner als die Unterlage sein. Ich hatte die Edelsorten gleichzeitig mit der Unterlage gesät, eine der Sorten (Souso F1) war schon kräftiger als Vigomax. Das kann man meiner Meinung nach korrigieren, wenn man den Schnitt der Edelsorte weiter oben ansetzt.


Nun müssen die Pflanzen hell, aber geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung aufgestellt werden. Ich habe sie in einem Zimmergewächshäuschen aufgestellt, dort werden sie häufig besprüht um eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit zu erhalten.
Jetzt heißt es Daumen drücken, damit die Pflänzchen an der Veredelungsstelle gut zusammen wachsen.

21. März 2009

Nach einer Woche ...

... sind von 16 Sorten 10 gekeimt. Es fehlen die Sorten Black Cherry, Besser , Costoluto Genovese, Ildy, Oaxacan Jewel und Weißes Ochsenherz. Nicole hat im letzten Beitrag nach einem Bild zum Vergleich mit ihren Pflänzchen gefragt, hier ist es:
Es sind Winzlinge, gerade frisch geschlüpft, vom ersten echten Blattpaar noch lange nichts zu sehen.
Viel interessanter finde ich die Temperaturanzeige: hinterm Haus, auf der Fensterbank, Südseite sind es knapp 35°, vorm Haus, Nordseite sind es gleichzeitig 7 °C im Schatten. Man kann diese sonnigen Märztage sehr schön ausnutzen um den Pflänzchen Licht und Wärme zu gönnen. Allerdings muß man sehr gut aufpassen, wenn die Sonne weg ist, wird es gleich empfindlich kalt.

20. März 2009

Frischluft und Sonne baden ...

... war diese Woche angesagt. Erst wurden die Töpfe aussen auf die Fensterbänke gestellt und langsam an die Sonne gewöhnt. Zwischendurch wurden die Pflanzen in den Schatten gebracht um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Mittlerweile habe ich das kleine Foliengewächshaus auf der Terasse aufgebaut. Wenn am späten Vormittag die Sonne drauf scheint sind darin recht schnell Temperaturen erreicht, die es erlauben die Jungpflanzen darin unterzubringen. Wenn die Temperatur auf 12 - 10 °C fällt, räume ich die Träger wieder ins Haus. Gestern abend war ich erst spät zuhause, so dass es im Gewächshäuschen nur noch 6 °C war, die Pflanzen haben es ohne Schäden überstanden, aber dienlich sind solch niedrige Temperaturen sicher nicht.
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Links sind die Pflänzchen der ersten Aussaat für die Hängeampeln zu sehen und rechts die zweite Partie für die Veredeleung und das frühe Auspflanzen. Die müssen allerdings noch kräftig zulegen, wenn sie in 4 Wochen in Freiheit entlassen werden sollen.

15. März 2009

Alle Tomaten gesät

Gestern habe weitere 16 Sorten Tomaten ausgesät und komme damit auf 22 Sorten (Die Veredelungsunterlage Vigomax zähle ich nicht mit)
Die Sortenwahl ist immer ein Horror, man kennt schon so viele tolle Sorten, die man gerne wieder anpflanzen würde, ist aber gleichzeitig super neugierig auf unbekannte.
Bei der Planung mache ich immer die Gruppen Cherry, Normalos, Fleisch und Sonstige (Hängeampel und Spalier) auf.
Bei den Cherry-/Cocktail Tomaten gibt es keine Neulinge. Es sind alle Farben vertreten und zur Abwechslung habe ich mal wieder die Sungold Select II rausgesucht, von der war ich beim ersten Versuch nicht so angetan, aber ich will sie in diesem Jahr direkt mit der Sungold F1 vergleichen. Die Ildy hat es mal wieder geschafft, weil ich einen Massenträger für den hohen Bedarf meiner Tochter und der Besuchskinder brauche. Bei der Black Cherry habe ich gezögert, ob ich nicht doch die Safari Tomate wieder als schwarze oder dunkle Cherry nehme. Denn eigentlich finde ich die Black Cherry total überbewertet, so toll, wie überall zu lesen ist, finde ich sie nicht. Naja, vielleicht finde ich ja in diesem Jahr heraus, was das Besondere an ihr ist. Sungold F1 und Super Sweet 100 F1 sind meine absoluten Lieblinge und stehen nicht zur Diskussion. Es sind also folgende Sorten am Start:
  • Black Cherry
  • Green Grapes
  • Ildy
  • Sungold F1
  • Sungold Select II
  • Super Sweet 100 F1
Die Sonstigen sind auch recht stabil. Pendulina und Gartenperle gehören seit Jahren zu meinem Standardsortiment, Balkonzauber ist mir in diesem Jahr ins Einkaufsköpfchen gehüpft. An White Currant am Spalier geht auch kein Weg vorbei, neu am Spalier ist die Sorte Besser.
  • Balkonzauber (neu)
  • Besser (neu)
  • Gartenperle
  • Pendulina
  • White Currant
Die Nomalos sind im wesentlichen für meine beiden Experimenten (Veredelung und Auspflanzung im April) vorgesehen. Hier habe ich gestern noch die Sungella gesät. Ich bin ein Fan oranger Sorten und da finde ich den direkten Vergleich Andrewia, Orange Flasche und Sungella interessant.
  • Andrewia
  • Orange Flasche
  • Sungella
  • Suza F1 (neu)
Die Fleischtomaten sind bis auf die Costoluto Genovese alle zum erstenmal im Anbau. Die Costoluto hat es geschafft, weil sie sehr ertragreich und eine gute Tomate für Sauce und Suppe ist. Lange gezögert habe ich, ob ich die Orange Russian 117 nochmal anbaue, die fand ich optisch so toll, auch meine Big White muß erstmals seit langem pausieren, Aunt Rubys German Green ist eigentlich auch im Standardanbauprogram. Aber ich mußte mich entscheiden und 22 Sorten sind für meine Anbaufläche mehr als genu.
  • Copia Grün (neu)
  • Costoluto Genovese
  • Mandarin (neu)
  • Oaxacan Jewel (neu)
  • Paul Robeson (Gary Ibsen) (neu)
  • Schlesische Himbeere (neu)
  • Weißes Ochsenherz (neu)

9. März 2009

Die nächste Partie ...

... wurde am 1.3. ausgesät. In diesem Jahr möchte ich zwei Experimente wagen:
  1. Tomaten veredeln
  2. Tomaten im April auspflanzen

Tomaten veredeln

Im letzten Jahr habe ich bereits von Tomatenfreunden, die sich mit Veredelung befaßt haben gehört, dass sich dadurch eine deutliche Steigerung der Erntemenge erzielen läßt. Das kann man auch in diesem Bericht auf schoenetomaten.de nachlesen und anhand von aussagekräftigen Bildern nachvollziehen.
Ich habe das Veredelungsset von Kiepenkerl auf Basis von Vigomax F1. Die zu veredelnden Sorten waren auch schnell gefunden: meine Lieblinge Orange Flasche und Andrewia. Also wurde am 1.3. drei Korn Vigomax F1 ausgesät.

Tomaten im April ins Freiland pflanzen

Diese Idee kam mir bei der Lektüre des Berichts der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ab Seite 38 "'Bolzano' im überdachten Freiland durch Frühpflanzung 1 kg Mehrertrag pro Pflanze" .
Die verglichenen Tomaten wurde sowohl zum traditionellen Termin Mitte Mai als auch zu einem vier Wochen früheren Termin ausgepflanzt. Die früher ausgepflanzten Pflanzen waren nicht früher beerntbar, die Erntemenge (Anzahl Früchte und Gesamtgewicht der Ernte) war bei den im April ausgepflanzten Sorten i.d.R. deutlich höher. Der Maximalbetrag war eine Erhöhung von 64%, es gab allerdings auch einen Minderertrag bei einer Sorte von 46% zu verzeichnen. Der Mehrertrag war aber überwiegend.
Ebenfalls erstaunlich fand ich den Unterschied der Erntemenge je Pflanze (in KG) zwischen den traditionellen Sorten und den F1 Hybriden. Wenn man die Hellfruchttypen vergleicht, dann ist die leistungsstärkste, traditionelle Sorte der Moneymaker mit 4,8 KG, bei den F1 Sorten wurden bis zu 6,7 KG erreicht (Sportivo F1 - jeweils bezogen auf Ertrag Frühpflanzung KG / Pflanze). Das widerum hat mich veranlaßt, eine F1 Sorte, neben meinen bereits oben erwähnten Lieblingen auszuwählen.

Sorten

Neben Vigomax F1als Veredelungsunterlage, sind Andrewia, Orange Flasche und Suso F1 Mitte Februar bereits ins Aussaatkistchen gewandert.

8. März 2009

Der Start in die Tomatensaison ...

... hat bereits Mitte Februar mit den Sorten Pendulina, Gartenperle und Balkonzauber begonnen. Das sind kleinbleibende, frühe Sorten, die nicht so hoch werden und daher die drei Monate bis zum Umzug ins Freie gut in Töpfen gehalten werden können. Bei hochwachsenden Sorten wie Himmelsstürmer oder Carnica wäre das nicht möglich.

Um den Lichtmangel in den Wintermonaten auszugleichen, erhalten die Frühchen zusammen mit den Chilis und Paprikas, die bereits Anfang Februar ausgesät wurden am Abend noch zwei bis drei Stunden Kunstlicht spendiert.

Gestern wurden drei Pflänzchen je Sorte pikiert und im Dachgeschoß im kühlen Gästezimmer direkt unter einem Dachschrägenfenster platziert. Um eine möglicht hohe Lichtausbeute zu erzielen habe ich auf dem Tisch noch einen großen Karton gestellt, so dass die Pflänzchen ganz dicht an der Scheibe stehen. Zusätzliches Kunstlicht ist an diesem Platz nicht mehr erforderlich. Ein Vergeilen der Jungtomaten wird auch durch die niedrigen Temperaturen vermieden.

7. März 2009

Mallorca Pfirsisch

Mallorca Pfirsisch

Diese Sorte habe ich im Urlaub auf Mallorca, genauer auf dem Markt in Felatnix gefunden, wie ich hier beschrieben habe. Es handelt sich demzufolge auch wieder um eine eigene Namensgebung. Aus dem Bild der Frucht, der ich die Samenkerne entnommen haben, kann man erkennen, warum ich sie Pfirsich genannt habe. Weniger wegen einer behaarten Haut, sondern wegen der Farbe.

Auch hier habe ich leider wieder keine Bilder der Nachzucht gemacht, lediglich im Gruppenbild der roten Sorten (siehe Beitrag unten) ist sie oben zu erkennen. Die Nachzucht ist keinesfalls pfirsichfarben, sondern eher rosa.

Technische Daten

  • Gewicht: ca 70 Gramm
  • Durchmesser: 5 cm

Persönliches Fazit:

Diese Tomate ist nicht schlecht, ich würde sagen geschmacklich sogar etwas über dem Durchschnitt. Mich hat etwas enttäuscht, dass die schöne Optik nicht erhalten geblieben ist, das fehlt ihr, um sich in der Masse der roten Stabtomaten abzusetzen und hervorzustechen.

8. Februar 2009

Längliche von Leni

Das ist eine Sorte, die ich im Tausch ohne Sortenname erhalten habe. Daher handelt es sich um einen selbst erfundenen Namen, im Bild der roten Sorten ist sie einfach zu identifizieren.

Mir wurde sie als eine gute Tomate zum Trocknen empfohlen, somit waren meine Erwartungen, was den Geschmack angeht nicht sonderlich hoch. Um so größer war die Überraschung, diese Tomate schmeckt richtig gut.
Leider ist mir die Pflanze abgebrochen und wuchs nicht mehr weiter. Dadurch wurden nur zwei Fruchtstände reif. Der Furchtansatz war auch reichlich, daher gehe ich davon aus, dass der Ertrag je Pflanze auch gut ist.

Technische Daten

  • Gewicht: zw. 35 und 60 Gramm
  • Länge: 10 cm

Persönliches Fazit:

Überraschend guter Geschmack, nicht zu trocken, vielseitig verwendbar.