25. Mai 2009

Ausgeizen

Damit Tomaten nicht zu arg verzweigen, geizt man sie aus, das heißt man entfernt die Seitentriebe in den Blattachseln der Pflanze. Durch diese Pflegemaßnahme erreicht man zum einen übersichtlichen Wuchs, der die Durchlüftung der Pflanze verbessert. Das Ausgeizen wird auch empfohlen, um den Ertrag zu steigern, denn die Pflanze investiert ihre Kraft nicht in zusätzliche Verästelungen.
Im ersten Bild erkennt man einen Geiztrieb, der entfernt werden sollte.

Man greift diese Verästelung mit Daumen und Zeigefinger, möglichst nahe am Haupttrieb, drückt leicht zu und entfernt ihn vorsichtig mit einer drehenden Bewegung. Dabei sollte man darauf achten, dass die Wunde nicht zu groß ist. Daher lieber häufiger entgeizen, dann sind die Geiztriebe noch weich, lassen sich einfach entfernen und die Verletzung der Pflanze ist nicht so groß, wie bei einem älteren Seitentrieb.
Es wird allgemein davon abgeraten, die Seitentriebe mit einem Messer auszuschneiden, da man damit möglicherweise Erkrankungen von Pflanze zu Pflanze weiterträgt.
Wenn man noch Platz für weitere Pflanzen hat, kann man die Geiztriebe auch zur vegetativen Vermehrung nutzen, indem man sie im Wasserglas bewurzeln läßt und nachdem ausreichend Wurzeln gebildet wurden einpflanzt.
Und so sieht dann das Ergebnis aus:

Busch-, Wild- und Johannisbeertomaten werden nicht ausgegeizt.
Eine schöne bebilderte Anleitung hat Steve Schwartz vom kraizschouschteschgaart zusammengestellt. Eine weitere, ausfühliche Beschreibung findet man bei der Gartengemeinschaft.de

Leider ist es oftmals nicht so ganz eindeutig, was der Haupt- und was der Seitentrieb ist. 2006 hatte ich diese Shimmeig Craig, mit drei fast gleichstarken Trieben

In diesem Jahr macht mir die Paul Robeson Schwierigkeiten, das nächste Bild ist von oben aufgenommen. Die Pflanze hat sich nach der Ausbildung des ersten Blütenstandes in vier Triebe verzweigt. Das habe ich heute erst entdeckt und mich noch nicht entschieden, welcher Trieb stehen bleiben darf.

24. Mai 2009

Einige Neuzugänge...

... komplettieren seit dieser Woche das Feld.

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich einige Tomatenverrückte in meinem Bekanntenkreis habe, da kann man im Sommer gemeinsam Tomaten verkosten, im Winter oder kurz vor der Aussaat Samen und auch überzählige Pflänzchen tauschen. Diese Tauschgeschäfte sind nun endgültig abgeschlossen. Meine Bilanz ist wieder mal denkbar ungünstig: zwei Tomatenpflanzen los geworden - vier neue erhalten.
Bei meiner "Tomatenfreundin" Karin durfte ich mir aus den überzähligen Pflanzen drei aussuchen und ich habe mich für Orange Russian 117, Hillbilly und Nonna Antonia entschieden.
Die Orange Russian hatte ich selbst im letzten Jahr, hatte aber auf eine Anzucht zugunsten des Weißen Ochsenherzes verzichtet. Da das weiße Ochsenherz nicht keimte, konnte ich der Orange Russian nicht widerstehen.
Die Hillbilly entspricht ebenfalls meinem bewährten Beuteschema: gelb - rot marmorierte Fleischtomate.
Die Nonna Antonia ist eine rote Fleischtomate aus Italien, die in der Familie von "Gartenbär" Jörg weitergegeben wurde und nach der Oma Antonia benannt wurde. Mal gespannt, ob sich diese schöne Italienerin in meinem Garten wohl fühlen wird.
Die weiteste Reise zu mir, quer durch die Republik und das auch noch mit dem Zug, ist eine Yellow Pearshaped, die aus dem Erzgebirge zu mir gefunden hat.

Zu den Tomaten gesellen sich noch zwei Chili Sorten: eine gelbe Habanero und eine Aji ... (Name vergessen - ich muss nochmals nachfragen)

Alle Pflänzchen sind inzwischen eingepflanzt und ich hoffe, dass sie den Vorsprung, den meine restlichen Tomaten bereits haben bald aufgeholt haben.

23. Mai 2009

Alles an Ort und Stelle...

... naja, fast alles :-) Aber im großen und ganzen sind alle Pflanzen in Hängeampeln, Kübeln, Freiland, am Spalier und im Folienzelt untergebracht.

Im Gewächshaus sind wieder acht Tomatenpflanzen untergebracht. An den Seitenwänden habe ich in diesem Jahr ein Ranknetz für Gurken angebracht. Im Bild ist das kaum zu sehen, an der rechten Seite ist es eher zu erahnen. Direkt an der Zeltwand habe ich jeweils 4 Gurkenpflanzen (Sikkim und Ei des Drachens) gepflanzt. Des weiteren sind noch Chili und Paprikapflanzen untergebracht.
An der linken Seite sind von vorne nach hinten Paul Robeson, Costoluto Genovese, Copia, Schlesische Himbeere und auf der rechten Seite Mandarin, veredelte Sungella, Mandarin und Oaxacan Juwel zu sehen.

17. Mai 2009

Die nächste blühende Pflanze

... ist die Suso F1.

Von dieser Sorte habe ich drei Pflanzen: eine am 12. April und zwei am 9. Mai ins Freiland gepflanzte. Die Frühe und die veredelte Pflanze stehen geschützt unter dem kleinen Folientunnel, die Späte steht komplett ungeschützt im Freiland.
Und als erste blüht die späte, ungeschützte Suso, dicht gefolgt von der frühen und als letztes folgte die veredelte Pflanze. Damit habe ich eigentlich nicht gerechnet - ich bin davon ausgegangen, das die etwas verhätschelteren Pflänzchen doch einen Vorteil durch den Folientunnel haben. Das ist jedoch zur Zeit nicht zu erkennen. Diese Pflanzen brauchte 11 Wochen von der Aussaat bis zur Blüte, also nur wenig länger als die Gartenperle und Pendulina.

Als nächstes öffnete die Sungold Select II eine Blüte. Diese Sorte habe ich am 14.3., also zwei Wochen später als die Suso gesät. Damit ist sie mit 9 Wochen von der Aussaat bis zur Blüte die Rekordhalterin.

Sonst habe ich inzwischen alle Pflanzen, die ich für mich behalten werde an ihren endgültigen Platz versetzt. Bilder und Berichte folgen.

8. Mai 2009

Blick ins Gewächshaus

Hier sieht man meine Jungpflanzen auf einem Blick

Ganz hinten sind die Pflanzen der zweite Aussaatpartie vom 1.3., in der blauen Obstkiste befinden sich Pflanzen der letzten Aussaat vom 14.3. und im Vordergrund sieht man zwei Balkonzauberpflanzen (15.2.), die ich aus der Hängeampel genommen und einzeln eingetopft habe. Ich denke an diesem Wochenende wird alles an seinen endgültigen Platz gesetzt.

Bereits am 12.4. habe ich im Rahmen meines Experimentes "Frühes Auspflanzen" drei Pflanzen ins Freiland gesetzt. Zuerst waren sie ganz ungeschützt, aber dann habe ich einen kleinen Folientunnel über die drei Pflänzchen aufgebaut.

Eigentlich hat der Bausatz 6 Bögen und reicht für 3 Meter. Allerdings habe ich die Folie in der Mitte durchgeschnitten, weil ich der Meinung war, das reicht für die drei Pflänzchen. Inzwischen ärgert es mich, denn sonst könnte ich die restlichen Pflanzen, die für dieses Beet vorgesehen sind auch erst mal noch damit schützen. Dumm gelaufen ... vielleicht klebe ich die restliche Lochfolie nochmals dran, wenn ich am Wochenende die anderen Tomaten auspflanze.

3. Mai 2009

Die erste Blüte des Jahres ...

... öffnete sich an der Pendulina. Wie in den vergangenen Jahren auch liefern sich die Sorten Pendulina und Gartenperle ein hartes Kopf an Kopf Rennen, wenn es um die erste Blüte des Jahres geht. In diesem Jahr ging der Titel an die Pendulina, jedoch nur um einen Tag gefolgt von der Gartenperle. Aussaat war am 15.2. , also dauerte es ca. 10 Wochen von der Aussaat bis zur Blüte.

Als neue Sorte für die Hängekübel hatte ich die Balkonzauber vorgesehen. Aber da habe ich mich total verschätzt. Auf Grund des Bildes auf der Packung und auch des Namens bin ich davon ausgegangen, dass diese Sorte klein bleibt und auch schön verzweigt. Aber die drei Pflanzen, die ich in einem Kübel gesetzt habe, wachsen unverzweigt und bilden kräftige Stängel, die gerade nach oben wachsen. Die Balkonzauber sind in etwa 30 cm groß und scheinen mir wenig für Hängeampeln geeignet.

Ich habe die drei Pflanzen aus der Hängeampel entfernt und einzeln eingetopft.