26. April 2008

Tierisches im April

Zur Abwechslung mal wieder was tierisches von meinen 6-8 beinigen Gartenmitbewohnern. Dieser kleine, rote Kerl ist mir beim Fugenkratzen über den Weg gelaufen. Ja, ich habe die Kamera beim Fugenkratzen einstecken und meißtens in Reichweite, wenn ich im Garten unterwegs bin. Diese Spinne ist kleiner als eine Ameise, aber durch ihre leuchtend rote Farbe ist sie trotzdem gut zu erkennen. Mit etwas Google-Aufwand habe ich herausgefunden, dass es sich um die Rote Samtmilbe (Trombidium holosericeum) handelt. Sehr sympathisch wurde sie mir, als ich nachgelesen habe, wovon sie sich ernährt:
Sie leben auch kannibalisch, indem sie ihre Artgenossen und deren Eier sowie andere kleine Milben und auch die Eier der Insekten und Schnecken verspeisen. Sie sind unter anderem der natürliche Feind der Reblaus und gelten somit als Nützling. Sie läuft bei der Jagd recht schnell auf dem Boden und auf Blättern umher und kann bis zu 40 Blattläuse pro Tag vertilgen.
Also herzlich willkommen in meinem Garten! Hier ist ein deutlich professionelleres Bild der Roten Samtmilbe zu sehen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass der Fotograf nicht gerade die Fugen zw. den Gehwegplatten gekratzt hat und über eine deutlich bessere Fotoausrüstung verfügt.

Allerdings habe ich einen neuen, vierbeinigen Gartenmitbewohner, auf den ich sehr gerne verzichtet hätte. Wer es ist, kann ich nicht so genau sagen, denn er bewegt sich unterirdisch fort und wirft dabei unschöne Erdhügel auf. Im letzten Jahr habe ich diese Hügel schon in Nachbars Garten gesehen, aber letzte Woche hat sich deren Verursacher in meinen Garten durchgegraben. Ich schätze mal, dass es sich um Wühlmäuse handelt. Erstaunt hat mich, wie schnell sie sich gestern durch mein Gemüsebeet gegraben hat. Morgens habe ich einen frischen Hügel in etwa in der Mitte des Beets gesehen, am späten Nachmittag war ein Hügel am Ende des Beetes, kurz vor dem Gehweg zu finden. Wenn sie dieses Tempo beibehält, ist er bald beim Nachbar auf der anderen Gartenseite. Ich bin ziemlich gefrustet, hoffe eigentlich, dass sich das Problem von selbst löst und ich nicht mit Fallen herumhantieren muß. Aber ich befürchte, da komme ich nicht drum herum.

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