16. Februar 2008

Paprika und Chili gekeimt

Bei der Keimung der Paprika und Chili habe ich wieder die gleich Beobachtung gemacht, wie im letzten Jahr: frischer Samen keimt um Klassen besser, als welcher, der bereits 2 Jahre alt ist. Im Bild sind unten mitte Tomatenpaprika und unten rechts die Chili Tequilla Sunrise zu sehen. Von beiden habe ich im letzten Jahr selbst Saatgut genommen. Die Keimung erfolgte nach ca. einer Woche. Oben mitte keimt nun, nach 3 Wochen eine rote Spitzpaprika und oben rechts eine Miniature Chocolat. Das Saatgut von beiden ist 2 Jahre alt. Zur Lagerfähigkeit von Paprikasamen findet man in dem Buch "Handbuch Samengärtnerei" von Andrea Heistinger die Einordnung "mittlere Lagerfähigkeit" (4-5 Jahre) bis "lange Lagerfähigkeit" (darüber hinaus). Das ist gut möglich, aber nach meiner, recht kurzen Erfahrung dauert die Keimung von älteren Paprikasamen erheblich länger. Da es sich um mehrere Wochen handelt, müßte man die auch bei der Anzucht berücksichtigen. Noch nichts zu sehen ist von der Bresse Paprika und der Aubergine Lao Lavender.

In diesem Jahr habe ich erstmalig die Anzahl der Samen, die ich eingepflanzt habe auf die Stecketiketten geschrieben. So kann ich die Keimrate besser verfolgen.
Zur Keimrate: in manchen Büchern wird empfohlen vorab einen Keimtest durchzuführen. Im "Rat für jeden Gartentag" von Franz Böhmig wird davon gesprochen, dass man 100 Körnchen abzählen solle um mit dieser Menge festzustellen, ob das Saatgut noch etwas taugt. Ich frage mich, bei welchen Pflanzen, bzw. Mengen man das sinnvollerweise macht. 100 Korn einfach verheizen nur um dann festzustellen, ob man neues Saatgut kaufen muß? Bei den Preisen einiger Tomaten-Hybrid Sorten könnte man sich auch einen Test von nur 10 Korn schlecht leisten. Von einigen Sorten, wie z.B. der Chili Miniature Chocolat hatte ich eh' nur 2 Korn, eins keimt jetzt. Im letzten Jahr hatte ich nur 2 Korn der Chili "Numex Suave Orange". Ich sehe den Sinn dieser Keimproben nicht.

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